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aberratio ictus

aberratio ictus

Ein Fall der aberratio ictus (Fehlgehen, Abirren des Schlags) liegt vor, wenn der Täter ein anderes als das anvisierte Objekt trifft.

Beispiel: T zielt mit einer Pistole auf A, trifft aber B.

Ausgangspunkt für die Lösung von aberratio-ictus-Fällen ist immer die Frage, ob die Objekte gleichwertig oder verschieden sind.

  • Bei Ungleichwertigkeit (Täter zielt auf Mensch und trifft eine Sache): Versuch, eventuell in Tateinheit mit fahrlässiger Begehung.
  • Bei Gleichwertigkeit (Täter zielt auf Person A und trifft Person B) ist streitig, ob wegen vollendeter Tat (hM) oder ebenfalls wie bei Ungleichwertigkeit bestraft werden soll.

Die aberratio ictus ist abzugrenzen vom error in obiecto (error in persona). Denn beim error in obiecto trifft der Täter das anvisierte Objekt, irrt aber über dessen Eigenschaften.




FAQ

Was ist eine aberratio ictus?

Was ist der Unterschied zwischen aberratio ictus und error in obiecto?

Was ist die Rechtsfolge bei einer aberratio ictus?


Verwandte Themen

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Links

BGH 4 StR 369/08: Tötungsvorsatz und aberratio ictus
Ingeborg Puppe: Aberratio ictus und dolus alternativus
Antonio Martins: Versuch über die Vorsatzzurechnung am Beispiel der aberratio ictus (2008) | amazon.de
Sven Grotendieck: Strafbarkeit des Täters in Fällen der aberratio ictus und des error in persona (2000) | amazon.de
Johann Mayr: Error in persona vel obiecto und aberratio ictus bei der Notwehr (1992) | amazon.de

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