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Abstraktes Gefährdungsdelikt

Abstraktes Gefährdungsdelikt

Ein abstraktes Gefährdungs­delikt ist ein Gefährdungs­delikt, bei dem (im Gegensatz zum konkreten Gefährdungs­delikt) die Gefahr nicht tatsächlich eintreten muss. Grund für die Strafbarkeit des Verhaltens ist hier die generelle Gefährlichkeit von Handlungen der im Tatbestand beschriebenen Art.

Beispiele für abstrakte Gefährdungsdelikte:

  • Trunkenheit im Verkehr, § 316 StGB
  • Schwere Brandstiftung, § 306a I StGB
  • Meineid, § 154 StGB

Abstrakte Gefährdungsdelikte sind schlichte Tätigkeitsdelikte, aber keine Erfolgsdelikte. Gleichwohl ist bei einem abstrakt-konkreten Gefährdungsdelikt als Unterfall eines abstrakten Gefährdungsdelikts ein zum Tatbestand gehörender Erfolg im Sinne von § 9 StGB denkbar – nämlich dort, wo die Tat ihre Gefährlichkeit entfalten kann.

FAQ

Was ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt?

Was ist der Unterschied zwischen einem abstrakten und einem konkreten Gefährdungsdelikt?

Ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt ein Erfolgsdelikt?

Beispiele für abstrakte Gefährdungsdelikte?

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