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actio libera in causa

actio libera in causa

Die actio libera in causa (alic) ist eine Rechtsfigur, die Strafbarkeitslücken in speziellen Fällen der Schuldunfähigkeit schließen soll.

Beispiel: T betrinkt sich, um O im schuldunfähigen Zustand zu töten.

Auch wer sich vorsätzlich in einen Rausch versetzt, darf nach dem im Strafrecht geltenden Simultanitätsprinzip (bei Begehung der Tat, § 20 StGB) eigentlich nur nach § 323a StGB (Vollrausch) bestraft werden. Hier setzt die Idee der alic ein: freies Handeln in der Verursachung. Zur Begründung der alic kommen drei Modelle in Betracht:

Die actio libera in causa wird von großen Teilen der Literatur abgelehnt (Unvereinbarkeitstheorie).

FAQ

Was ist die Übersetzung von actio libera in causa?

Wozu dient der Gedanke der actio libera in causa im Strafrecht?

Sind actio libera in causa-Fälle gesetzlich nicht geregelt?

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