jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

actio libera in causa

actio libera in causa

Die actio libera in causa (alic) ist eine Rechtsfigur, die Strafbarkeitslücken in speziellen Fällen der Schuldunfähigkeit schließen soll.

Beispiel: T betrinkt sich, um O im Rausch zu töten.

Nach dem Simultanitätsprinzip dürfte eigentlich nur nach § 323a StGB (Vollrausch) bestraft werden. Das erscheint in vielen Fällen als unverhältnismäßig. Hier setzt die Idee der alic ein: freies Handeln in der Verursachung. Zur Begründung kommen drei Modelle in Betracht:

Die actio libera in causa wird von großen Teilen der Literatur abgelehnt (Unvereinbarkeitstheorie).

FAQ

Was ist die Übersetzung von actio libera in causa?

Wozu dient der Gedanke der actio libera in causa im Strafrecht?

Welcher Gedanke steht hinter der Vorverlagerungstheorie?

Wie begründet das Ausdehnungsmodell die actio libera in causa?

Ist nach dem Ausdehnungsmodell das Berauschen bereits ein Ansetzen zum Versuch?

Wie begründet das Ausnahmemodell die actio libera in causa?

Verwandte Themen

Simultanitätsprinzip | Schuldfähigkeit | Unvereinbarkeitstheorie

Links

BGH 4 StrR 217/96: Straßenverkehrsgefährdung und actio libera in causa
BGH 2 StrR 135/00: Fortwährende Geltung der alic-Grundsätze
juraSchema.de: Prüfungsschema actio libera in causa
Henning Leupold: Die Tathandlung der reinen Erfolgsdelikte und das Tatbestandsmodell der actio libera in causa im Lichte verfassungsrechtlicher Schranken (2005) | amazon.de
René Zenker: Actio libera in causa · Ein Paradoxon als öffentlicher Strafanspruch in einem vom Schuldprinzip geprägten Rechtsstaat (2003) | amazon.de
Dorothee Sydow: Die actio libera in causa nach dem Rechtsprechungswandel des Bundesgerichtshofs (2002) | amazon.de
Richard Katzenstein: Die Straflosigkeit der actio libera in causa (1901) | amazon.de

· · ·
Strafrecht Definitionen > Schuld > Schuldfähigkeit > actio libera in causa > Unvereinbarkeitstheorie

jurAbisZ.de | © Jan Knupper | Impressum