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argumentum a maiore ad minus

argumentum a maiore ad minus

Das argumentum a maiore ad minus ist eine Form des Erst-recht-Schlusses. Hier wird vom Größeren auf das Kleinere geschlossen beziehungsweise vom Stärkeren auf das Schwächere oder vom Allgemeinen auf das Einzelne. Beispiele:

  • Wenn schon die vorsätzliche Beihilfe zu einer Selbsttötung straflos ist, kann diese nicht als fahrlässige Tötung strafbar sein.
  • Wenn schon eine leichtfertige Begehungsweise straflos ist, gilt dies erst recht für eine unbewusst fahrlässige Begehungsweise.

Voraussetzung dieser Argumentationsmethode ist immer eine planwidrige Regelungslücke.

Siehe auch: argumentum a minore ad maius

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