jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

Aufstiftung

Aufstiftung

Eine sogenannte Aufstiftung liegt vor, wenn der bereits zum Grundtatbestand entschlossene Täter (omnimodo facturus) zur einer Qualifikation angestiftet wird.

Beispiel: T will eine Tankstelle überfallen (§ 242 StGB). A rät ihm, zur Sicherheit eine Schusswaffe mitzunehmen (§ 244 I Nr. 1 a StGB).

  • Die hM hält eine Anstiftung zur Qualifikation für möglich, weil der Unrechtsgehalt der Tat erheblich erhöht wird. Die Qualifikation enthält zusätzliche Tatbestandsmerkmale, die der Täter ohne die Anstiftung nicht verwirklichen würde.
  • Eine andere Auffassung verneint die Möglichkeit einer Anstiftung zur Qualifikation. Infrage kommt unter Umständen eine psychische Beihilfe.

FAQ

Was bedeutet Aufstiftung?

Ist eine Aufstiftung als Anstiftung strafbar?

Welche Art der Teilnahme ist bei Aufstiftungs-Fällen neben einer Anstiftung ebenfalls denkbar?

Strafrecht Definitionen > Beteiligung > Teilnahme > Anstiftung > omnimodo facturus > Aufstiftung | Abstiftung | Umstiftung

jurAbisZ.de | © Jan Knupper | Impressum