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Beendigung

Beendigung

Die Beendigung einer Tat liegt mit dem Abschluss des Tatgeschehens vor. Das ist meist dann, wenn der Täter das Ziel seiner Tat erreicht hat (Beispiel: sicherer Gewahrsam an der gestohlenen Sache). Die Frage der Beendigung ist relevant für den Beginn der Verjährung (§ 78a StGB). Die Beendigung liegt nicht notwendigerweise zeitgleich mit der Vollendung einer Tat vor.

  • Bei Tätigkeitsdelikten tritt die Beendigung erst dann ein, wenn der Täter sein rechtsverneinendes Tun insgesamt aufgibt.
  • Bei Dauerdelikten (Beispiel: Freiheitsberaubung, § 239 StGB) ist die Tat erst mit der Beseitigung des Zustands beendet, aber bereits mit der Herbeiführung des Zustands vollendet.
  • Bei Zustandsdelikten (wie zum Beispiel der Körperverletzung) spielt es dagegen für die Frage der Beendigung keine Rolle, wie lange der Zustand anhält.

Bei erfolgskupierten Delikten tritt die Beendigung einer Tat erst dann ein, wenn sich die überschießende Innentendenz verwirklicht hat.

Verwandte Themen

Vollendung | Verjährung

Links

BGH 4 StR 69/20: Zur Beendigung beim Tätigkeitsdelikt

FAQ

Wann ist eine Tat beendet?

Wann ist ein Dauerdelikt beendet?

Wann ist ein Zustandsdelikt beendet?

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