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Dauerdelikt

Dauerdelikt

Ein Dauerdelikt ist das Gegenstück zum Zustandsdelikt. Für die Tatbestands­verwirklichung ist zwar ebenfalls die Herbeiführung des Zustands ausreichend. Das Dauerdelikt ist jedoch erst dann beendet, wenn der betreffende Zustand beseitigt ist.

Beispiele:

Für die Frage der Vollendung und Beendigung der Tat gilt:

  • Vollendet ist die Tat schon mit der Herbeiführung des Zustands.
  • Die Verjährung beginnt erst mit der Beendigung (bei § 123 StGB also mit dem Verlassen des Hauses).
  • Teilnahme ist auch nach der Vollendung bis zur Beendigung möglich.

FAQ

Was ist ein Dauerdelikt?

Wann ist ein Dauerdelikt vollendet?

Wann ist ein Dauerdelikt beendet?

Beispiele für Dauerdelikte?

Verwandte Themen

Zustandsdelikt | Vollendung | Beendigung

Links

BGH 4 StR 594/98: Nachträgliche Gesamtstrafenbildung bei einem Dauerdelikt
Rainer Lippold: Die Konkurrenz bei Dauerdelikten als Prüfstein der Lehre von den Konkurrenzen (1985) | amazon.de
Gerhard Werle: Die Konkurrenz bei Dauerdelikt, Fortsetzungstat und zeitlich gestreckter Gesetzesverletzung (1981) | amazon.de
Gothard Alff: Das Dauerdelikt im Reichs- und Militärstrafgesetzbuch (1917) | amazon.de

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