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Direkter Vorsatz

Direkter Vorsatz

Direkter Vorsatz (dolus directus) ist die stärkste Form des Vorsatzes im Sinne von § 15 StGB. Beim direkten Vorsatz werden zwei Arten unterschieden:

  • Direkter Vorsatz ersten Grades (dolus directus I): Der Täter handelt zielgerichtet hinsichtlich des Taterfolgs. Der Taterfolg ist die Motivation seines Handelns. Der vorgestellte Grad der Wahrscheinlichkeit des Erfolgseintritts spielt dabei keine Rolle.
  • Direkter Vorsatz zweiten Grades (dolus directus II): Es kommt dem Täter nicht auf den Erfolg an, er weiß aber, dass dieser mit Sicherheit als Folge seines Handelns eintreten wird. Das Wollens-Element spielt beim direkten Vorsatz zweiten Grades keine Rolle.

Ist in einem Tatbestand von Absicht die Rede, reicht direkter Vorsatz zweiten Grades in der Regel aus, wenn durch den Erfolg ein anderer geschädigt wird. Bei Selbstbegünstigung ist meist direkter Vorsatz ersten Grades erforderlich.

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BGH 2 StR 435/08: Ein direkter Vorsatz allein belegt die besondere Schwere der Schuld iSv. § 57a StGB nicht

FAQ

Was heißt direkter Vorsatz?

Welche zwei Formen des direkten Vorsatzes werden unterschieden?

Ist mit Absicht immer direkter Vorsatz ersten Grades gemeint?

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