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dolus generalis

dolus generalis

Als dolus generalis wird ein allgemeiner Vorsatz bezeichnet, mit dem die Rechtsprechung früher Fälle des Irrtums über den Kausalverlauf gelöst hat. Ein Vorsatz zu irgendeinem Zeitpunkt des Kausalverlaufs reiche aus – auch wenn der Erfolg völlig anders als erwartet eintritt.

Beispiel (der klassische Jauchegrubenfall): Die Täterin glaubt, ihr Opfer bereits getötet zu haben und wirft die vermeintliche Leiche in eine Jauchegrube. Dort erstickt das bewusstlose Opfer.

  • Nach der hM liegt ein vollendetes Delikt vor, wenn die Abweichung des Kausalverlaufs nicht wesentlich ist.
  • Nach anderer Auffassung liegt ein Versuch, eventuell in Tatmehrheit mit einem fahrlässigen Delikt vor.

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