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Eigenhändiges Delikt

Eigenhändiges Delikt

Ein eigenhändiges Delikt setzt voraus, dass die Handlung vom Täter persönlich vorgenommen wird. Mittäterschaft und mittelbare Täterschaft sind deshalb ausgeschlossen.

Beispiele (Tatbestände und die Personen, die ihn erfüllen können):

  • Meineid, § 154 StGB (nur die den Eid leistende Person)
  • Trunkenheit im Verkehr, § 316 StGB (nur der Betrunkene selbst)
  • Vollrausch, § 323a StGB (nur derjenige, der berauscht ist)
  • Rechtsbeugung, § 339 StGB (nur der Amtsträger selbst)
  • Beischlaf zwischen Verwandten, § 173 StGB (nur Verwandte selbst)

Der Täter eines eigenhändigen Delikts ist Alleintäter. Teilnahme (Anstiftung und Beihilfe) ist jedoch möglich.




FAQ

Was ist ein eigenhändiges Delikt?

Welches ist das bekannteste eigenhändige Delikt?

Sind bei einem eigenhändigen Delikt Mittäterschaft oder mittelbare Täterschaft möglich?

Sind Anstiftung oder Beihilfe zu einem eigenhändigen Delikt möglich?


Verwandte Themen

Mittäterschaft | Mittelbare Täterschaft


Links

BGH 5 StR 37/20: Amtsanmaßung ist kein eigenhändiges Delikt
Heinz-Helmut Fuhrmann: Das Begehen der Straftat gem. § 25 Abs. 1 StGB · Unter besonderer Berücksichtigung der sogenannten eigenhändigen Delikte (2004) | amazon.de
Marc Langrock: Das Eigenhändige Delikt · Eine nach rechtsdogmatischen Kriterien durchgeführte Untersuchung und Systematisierung einer Deliktsgruppe (2002) | amazon.de
Heinz Auerbach: Die eigenhändigen Delikte unter besonderer Berücksichtigung der Sexualdelikte des 4. StrRG (1978) | amazon.de

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