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Entschuldigungstatbestandsirrtum

Entschuldigungstatbestandsirrtum

Beim Entschuldigungs­tatbestands­irrtum irrt der Täter über das Vorliegen von Umständen, die einen Entschuldigungsgrund erfüllen würden. Bei Unvermeidbarkeit des Irrtums gilt § 35 II StGB (auch analog für andere Entschuldigungsgründe).

  • Beispiel: Meineid in der irrtümlichen Annahme, dass bei Äußerung der Wahrheit Rache erfolgt.

Im Gegensatz zum Entschuldigungsirrtum geht der Täter beim Entschuldigungs­tatbestands­irrtum nicht von einer falschen rechtlichen Bewertung, sondern von einem falschen Sachverhalt aus.

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