jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

Erfolgskupiertes Delikt

Erfolgskupiertes Delikt

Ein erfolgskupiertes Delikt (kupiertes Erfolgsdelikt, Absichtsdelikt) ist ein strafrechtlicher Tatbestand mit einer überschießenden Innentendenz. Das heißt: Im subjektiven Tatbestand gibt es ein Element, das keine Entsprechung im objektiven Tatbestand hat.

  • Für die Tatvollendung reicht es aus, dass der Erfolg subjektiv erstrebt wird (und die weiteren objektiven Tatbestandsmerkmale vorliegen).
  • Beendet ist dagegen die Tat meist erst dann, wenn sich auch die überschießende Innentendenz realisiert hat (Festigung und Sicherung des Gewahrsams beim Diebstahl)

Beispiele:

  • Diebstahl, § 242 StGB (Zueignungsabsicht)
  • Betrug, § 263 StGB (Bereicherungsabsicht)
  • Urkundenfälschung, § 267 StGB (Absicht, die Urkunde zur Täuschung im Rechtsverkehr zu benutzen)

FAQ

Was ist ein erfolgskupiertes Delikt?

Welche Tatbestände sind erfolgskupierte Delikte?

Wann ist ein erfolgskupiertes Delikt vollendet?

Strafrecht Definitionen > Tatbestand > Subjektiver Tatbestand > Überschießende Innentendenz > Erfolgskupiertes Delikt

jurAbisZ.de | © Jan Knupper | Impressum