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Erfolgskupiertes Delikt

Erfolgskupiertes Delikt

Ein erfolgskupiertes Delikt (kupiertes Erfolgsdelikt, Absichtsdelikt) ist ein strafrechtlicher Tatbestand mit einer überschießenden Innentendenz. Das heißt: Im subjektiven Tatbestand gibt es ein Element, das keine Entsprechung im objektiven Tatbestand hat.

  • Für die Tatvollendung reicht es aus, dass der Erfolg subjektiv erstrebt wird (und die weiteren objektiven Tatbestandsmerkmale vorliegen).
  • Beendet ist dagegen die Tat meist erst dann, wenn sich auch die überschießende Innentendenz realisiert hat (also die erstrebte Zueignung in Form der Festigung und Sicherung des Gewahrsams beim Diebstahl).

Beispiele:

  • Diebstahl, § 242 StGB (Zueignungsabsicht)
  • Betrug, § 263 StGB (Bereicherungsabsicht)
  • Urkundenfälschung, § 267 StGB (Absicht, die Urkunde zur Täuschung im Rechtsverkehr zu benutzen)

Verwandte Themen

Überschießende Innentendenz | Deliktsformen

Links

Baur ZJS 2017, 655, 659: Erfolgskupierte Delikte

FAQ

Was ist ein erfolgskupiertes Delikt?

Welche Tatbestände sind erfolgskupierte Delikte?

Wann ist ein erfolgskupiertes Delikt vollendet?

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