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Irrtum über die rechtliche Bewertung

Irrtum über die rechtliche Bewertung

Ein Irrtum über die rechtliche Bewertung (Rechtsirrtum) bedeutet, dass sich die Fehlvorstellung des Täters auf einen rechtlichen Aspekt bezieht. Der Sachverhalt wird dagegen richtig eingeschätzt. Folgende Irrtümer sind hier möglich:

Irrtümer über die rechtliche Bewertung betreffen - wenn überhaupt - die Schuld. Während beim Verbotsirrtum und Erlaubnisirrtum die Strafbarkeit nur bei (seltener) Unvermeidbarkeit entfällt, ist der Entschuldigungsirrtum in der Regel unbeachtlich. Ein Wahndelikt dagegen ist immer straflos. Bei der Parallelwertung in der Laiensphäre erfasst der Täter letztlich alle Merkmale eines Umstands, die für eine korrekte rechtliche Einstufung wesentlich sind.

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FU Berlin Tutorienprogramm: Übersicht über die 10 Irrtümer, die §§ 16 und 17 entstammen

FAQ

Was ist ein Irrtum über die rechtliche Bewertung?

Was ist der Gegensatz zum Irrtum über die rechtliche Bewertung?

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