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Konkretes Gefährdungsdelikt

Konkretes Gefährdungsdelikt

Ein konkretes Gefährdungsdelikt ist ein Gefährdungsdelikt, bei dem (im Gegensatz zum abstrakten Gefährdungsdelikt) tatsächlich eine gefährliche Situation eintreten muss. Beispiele:

  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, § 315b StGB (Beinahe-Unfall)
  • Gefährdung des Straßenverkehrs, § 315c StGB (Beinahe-Unfall)
  • Schwere Brandstiftung, § 306a II StGB (Gefahr der Gesundheitsbeschädigung eines anderen Menschen)

Konkrete Gefährdungsdelikte sind Erfolgsdelikte, aber keine Verletzungsdelikte. Der Erfolg liegt in der Gefahr – das Rechtsgut selbst wird aber nicht (wie beim Verletzungsdelikt) beeinträchtigt.

FAQ

Was ist ein konkretes Gefährdungsdelikt?

Was ist der Unterschied zwischen einem konkreten und einem abstrakten Gefährdungsdelikt?

Sind konkrete Gefährdungsdelikte Verletzungsdelikte?

Sind konkrete Gefährdungsdelikte Erfolgsdelikte?

Beispiele für konkrete Gefährdungsdelikte?

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Gefährdungsdelikt | Abstraktes Gefährdungsdelikt | Erfolgsdelikt

Links

BGH 2 StR 64/13: § 306a II StGB als konkretes Gefährdungsdelikt (PDF)
Urs Kindhäuser: Gefährdung als Straftat · Rechtstheoretische Untersuchungen zur Dogmatik der abstrakten und konkreten Gefährdungsdelikte (1989) | amazon.de
Eckhard Horn: Konkrete Gefährdungsdelikte (1973) | amazon.de
Karl Lackner: Das konkrete Gefährdungsdelikt im Verkehrsstrafrecht (1966) | amazon.de

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