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Limitierte Akzessorietät

Limitierte Akzessorietät

Der Grundsatz der limitierten Akzessorietät stellt klar, dass die Strafbarkeit des Teilnehmers von dem Vorliegen einer Haupttat abhängt (Akzessorietät) - diese Abhängigkeit ist jedoch begrenzt (limitiert): Der Haupttäter muss nicht schuldhaft handeln. Für die Strafbarkeit des Teilnehmers reicht aus, dass der Haupttäter einen Tatbestand erfüllt und dabei rechtswidrig handelt (§ 29 StGB).

Beispiel: G gibt dem schuldunfähigen T eine Leiter, damit dieser einen Wohnungseinbruch begehen kann.

Auch besondere persönliche Merkmale können die Akzessorietät beschränken (§ 28 StGB).

Beispiel: A und B verstecken den C vor den Strafverfolgungsbehörden. A ist Vater des C. Für A gilt die Strafbefreiung des § 258 VI StGB, für B nicht (§ 28 II StGB).

Verwandte Themen

Haupttat | Schuld | Besondere persönliche Merkmale

Links

Ingeborg Puppe: Jedem nach seiner Schuld - die Akzessorietät und ihre Limitierung

FAQ

Was heißt limitierte Akzessorietät?

Inwieweit ist die Akzessorietät begrenzt?

In welchen zwei Paragrafen des StGB kommt die limitierte Akzessorietät zum Ausdruck?

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