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Mitbestrafte Vortat

Mitbestrafte Vortat

Die mitbestrafte Vortat ist eine Form der Gesetzeskonkurrenz bei Handlungsmehrheit. Die Vortat ist eine Vorbereitung der Nachtat und dient derem Erfolg. Diese Vortat taucht dann nicht im Schuldspruch auf, weil die Nachtat den eindeutigen Unrechtsgehalt aufweist.

Beispiel: A und B planen und verwirklichen eine heimtückische Tötung. Die Verabredung zu diesem Verbrechen (§ 30 Abs. 2 StGB) tritt als mitbestrafte Nachtat hinter dem Mord (§ 211 StGB) zurück.

  • Voraussetzung für die Verdrängung ist, dass die Vortat den Unrechtsgehalt der Tat nicht wesentlich erweitert.
  • Insbesondere müssen sich beide Handlungen gegen dasselbe Rechtsgut und denselben Rechtsgutsträger widmen.

FAQ

Was ist eine mitbestrafte Vortat?

Was sind die Voraussetzungen für eine mitbestrafte Vortat?

Beispiele für mitbestrafte Vortaten?

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