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Natürliche Handlungseinheit

Natürliche Handlungseinheit

Eine natürliche Handlungseinheit liegt vor bei mehreren Handlungsakten, die auf einem einheitlichen Willen beruhen und in einem engen räumlich-zeitlichen Zusammenhang stehen.

  • Bei einer natürlichen Handlungseinheit liegt eine Handlung (dieselbe Handlung) im Sinne von § 52 I StGB vor.

Zur Begründung einer natürlichen Handlungseinheit wird oft auch die iterative (wiederholte) oder sukzessive (schrittweise) Verwirklichung des Tatbestands herangezogen.

Beispiel: T gibt mehrere Schüsse auf O ab, um ihn sicher zu töten.

  • Die Abgabe von mehreren Schüssen auf O beruht auf einem einheitlichen Willen.
  • Der Tatbestand (§ 212 oder § 211 StGB) wird durch wiederholte Akte (iterativ) verwirklicht.
  • Diese stehen in einem engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang.

FAQ

Wann liegt eine natürliche Handlungseinheit vor?

Was ist die Konsequenz einer natürlichen Handlungseinheit?

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