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Psychische Beihilfe

Psychische Beihilfe

Psychische Beihilfe liegt vor, wenn der Gehilfe den bereits vorhandenen Tatentschluss beim Täter (omnimodo facturus) bestärkt. Diese Form der Beihilfe ist zum Teil umstritten.

So reicht zum Beispiel eine bloße Tatort­anwesenheit (auch bei Billigung der Tat) nicht aus, wenn diese dem Täter nicht ein Gefühl erhöhter Sicherheit gibt. Der Gehilfe muss seine Anwesenheit vielmehr einbringen und dadurch den Täter unterstützen.

  • Rathilfe (zum Beispiel ein technischer Tipp) ist ebenfalls eine Form der psychischen Beihilfe. Diese ist unbestritten.
  • Bei der Frage, ob eine im Ergebnis nutzlose Gehilfenhandlung als psychische Beihilfe zu bewerten ist, sollte immer bedacht werden, dass sich der Gesetzgeber für die Straflosigkeit einer versuchten Beihilfe entschieden hat.

Psychische Beihilfe ist abzugrenzen von Anstiftung und Mittäterschaft.

BGH 5 StR 242/07: Zur Strafbarkeit von Beihilfehandlungen nach Sicherstellung der Betäubungsmittel

FAQ

Was ist psychische Beihilfe?

Wovon ist psychische Beihilfe insbesondere abzugrenzen?

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