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Putativnotwehr

Putativnotwehr

Putativnotwehr bezeichnet eine Situation, in der ein vorsätzlich handelnder Täter irrigerweise von einer Notwehrsituation (§ 32 StGB) ausgeht. Sie ist eine besondere Form des Erlaubnistatbestandsirrtums.

Beispiel: T schlägt den plötzlich aus dem Dunkeln auf ihn zukommenden O, weil er diesen für einen Räuber hält. In Wirklichkeit ist O sein Freund, der ihn begrüßen wollte.

  • Irrt der Täter über die rechtlichen Grenzen des Notwehrrechts, liegt unter Umständen ein Erlaubnisirrtum vor.

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