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Soziale Handlungslehre

Soziale Handlungslehre

Nach der sozialen Handlungs­lehre ist eine Handlung im strafrechtlichen Sinne ein vom Willen beherrschtes oder beherrschbares sozialerhebliches Verhalten.

  • Ein Verhalten ist sozialerheblich, wenn es das Verhältnis eines Menschen zu seiner Umwelt berührt.
  • Die erstrebten oder unerwünschten Folgen dieses Verhaltens müssen geeignet sein, im sozialen Bereich Gegenstand einer wertbezogenen Beurteilung zu sein.

Die soziale Handlungslehre ist eine Erweiterung der finalen Handlungslehre.

An der sozialen Handlungslehre wird kritisiert, dass sie durch die Berücksichtigung der Sozialerheblichkeit bereits bei der Definition der Handlung die Grenzen zur objektiven Zurechnung eines Kausalverlaufs verschwimmen lasse. Ohne Rückgriff auf den jeweiligen Tatbestand sei eine Definition von Handlungen nicht möglich.

Verwandte Themen

Handlung | Unterlassungsdelikt | Finale Handlungslehre | Kausale Handlungslehre

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Rechtslexikon: Handlungslehren

FAQ

Wie beschreibt die soziale Handlungslehre eine Handlung im strafrechtlichen Sinne?

Mit welcher Handlungslehre ist die soziale Handlungslehre eng verwandt?

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