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Teleologische Reduktion

Teleologische Reduktion

Unter einer teleologischen Reduktion versteht man die restriktive Auslegung einer Norm für Fälle, die vom Wortsinn her erfasst werden, aber aufgrund des Ziels und des Zwecks der Norm unpassend erscheinen.

  • Ein Sachverhalt fällt nach dem Wortlaut unter eine bestimmte Norm.
  • Das Gericht wendet die Norm jedoch bewusst nicht an.

Eine teleologische Reduktion wird dann notwendig, wenn der Gesetzgeber zu viel geregelt hat. Die vom Wortlaut erfassten Fälle widersprechen der eigentlichen Zielsetzung des Gesetzes.

Beispiel: Üble Nachrede oder Verleumdung (§§ 186, 187) im engsten Familienkreis.

Die teleologische Reduktion ist das Gegenteil der analogen Auslegung einer Norm. Mit dieser Auslegungsmethode werden Lücken geschlossen, wenn vom Gesetzgeber versäumt wurde, eine Ausnahmeregelung zu schaffen.

BGH 4 StR 303/19: Ablehnung einer teleologischen Reduktion des § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG
BGH 3 StR 336/13: Keine teleologische Reduktion bei § 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB

FAQ

Was ist eine teleologische Reduktion?

Was ist das Gegenteil einer teleologischen Reduktion?

Wann ist die teleologische Reduktion einer Norm geboten?

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