jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

Umstiftung

Umstiftung

Eine sogenannte Umstiftung liegt vor, wenn der bereits zu einem bestimmten Delikt entschlossene Täter (omnimodo facturus) zu einer anderen Tat motiviert wird. Der Vorsatz des Täters soll also umgelenkt werden. Die neue Tat ist weder eine Qualifikation, noch eine Privilegierung oder ein Regelbeispiel des Grundtatbestands. Sie kann auch auf eine völlig ungleichartige Rechtsguts­verletzung gerichtet sein.

Beispiel: T beabsichtigt, O ernsthaft zu verletzen, um sich zu rächen. A redet auf ihn ein und überzeugt T, dass es besser sei, das Auto des O zu demolieren.

In der Regel liegt in solchen Fällen eine Anstiftung vor. Wenn die Umstiftung einer Abstiftung ähnelt (Anstiftung zur Verletzung eines anderen Rechtsguts, was im Endeffekt aber weniger einschneidend wirkt), kommen eventuell Rechtfertigungsgründe in Betracht:

Auch bei der Strafzumessung kann die Umstiftung eine Rolle spielen.

Verwandte Themen

Aufstiftung | Abstiftung

Links

lecturio.de: Aufstiftung, Umstiftung, Abstiftung – Sonderfälle der Anstiftung

FAQ

Was ist eine Umstiftung?

Wie wird ein Umstifter bestraft?

Wo ist die Umstiftung gesetzlich geregelt?

· · ·
Strafrecht Definitionen > Beteiligung > Teilnahme > Anstiftung > omnimodo facturus > Umstiftung | Aufstiftung | Abstiftung

jurAbisZ.de | © Jan Knupper | Impressum