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Verklammerung

Verklammerung

Eine Handlungseinheit durch Verklammerung ist gegeben, wenn zwei selbstständige Handlungen durch eine andere verbunden werden.

Beispiel: Das Dauerdelikt § 248b StGB (unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs) verklammert die eigentlich in Handlungsmehrheit stehenden Delikte § 222 StGB (fahrlässige Tötung) und § 142 StGB (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort).

  • Bei einer Verklammerung liegt eine Handlung im Sinne von § 52 I StGB vor.

Das verklammernde Delikt muss nach der Rechtsprechung zu mindestens einem der zu verbindenden Delikte einen gleichwertigen oder höheren Unrechtsgehalt aufweisen.




FAQ

Was bedeutet Verklammerung im Strafrecht?

Was ist die Rechtsfolge einer Verklammerung?

Welche Voraussetzungen muss das verklammernde Delikt erfüllen?


Verwandte Themen

Tateinheit | Handlungseinheit | Natürliche Handlung | Natürliche Handlungseinheit | Tatbestandliche Handlungseinheit | Fortsetzungszusammenhang | Handlungsmehrheit


Links

BGH 2 StR 70/12: Tateinheit zwischen Nötigung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung (Verklammerung)
BGH 2 StR 561/11: Körperverletzung ist ein Zustandsdelikt, das keine Klammerwirkung erzeugen kann
BGH 3 StR 537/14: Verklammerung und Entklammerung bei Organisationsdelikten
juraCrash.de: Crashkurs Konkurrenzen

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