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Vorverlagerungstheorie

Vorverlagerungstheorie

Die Vorverlagerungstheorie (Tatbestandsmodell) ist eine Begründung für die Anerkennung der actio libera in causa in Analogie zur mittelbaren Täterschaft. Sie verlagert den Schuldvorwurf auf das Sich-Berauschen, nicht auf die unmittelbare Ausführung der Tat. Der Täter macht sich durch das freiwillige Versetzen in einen Rausch selbst zu einem (schuldlosen) Werkzeug.

  • Das Berauschen ist deshalb bereits ein Versuch der Tat.

Der BGH folgt diesem Modell, schließt aber bei eigenhändigen, verhaltensgebundenen und reinen Tätigkeitsdelikten die alic aus.

BGHSt 42, 235: Zur eingeschränkten Anwendung der alic

Siehe auch: actio libera in causa

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