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Rückwirkungsverbot

Rückwirkungsverbot

Das strafrechtliche Rückwirkungs­verbot ergibt sich aus Art. 103 II GG und (gleichlautend) § 1 StGB: Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.

  • Der Gesetzgeber darf nicht im Nachhinein Handlungen für strafbar erklären, die zum Zeitpunkt ihrer Begehung straflos waren.

Eine Ausnahme gilt für Taten, die zur Zeit ihrer Begehung nach den von den zivilisierten Völkern anerkannten allgemeinen Rechtsgrundsätzen strafbar waren (Art. 7 II MRK).

Siehe auch: Analogieverbot | Gesetzlichkeitsprinzip | Bestimmtheitsgrundsatz | Auslegungsmethoden | Erst-recht-Schluss | in dubio pro reo

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