jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

Simultanitätsprinzip

Simultanitätsprinzip

Nach dem Simultanitäts­prinzip (Koinzidenz­prinzip) erfordert die Strafbarkeit das gleichzeitige Vorliegen aller Merkmale des Tatbestands, der Rechtswidrigkeit und der Schuld. Das Simultanitäts­prinzip folgt aus §§ 16, 20 StGB (… bei Begehung der Tat …) und dem grundgesetzlich verankerten Bestimmtheitsgebot (Art. 103 II GG).

  • Die actio libera in causa ist eine Ausnahme vom Simultanitäts­prinzip (Schuld fehlt bei Tatbegehung).
  • Gleiches gilt für die früher von der Rechtsprechung vertretenen Vorsatzform des dolus generalis (fehlender Vorsatz bei Tatbegehung).

Strafrecht > Grundsätze > Bestimmtheitsgrundsatz > Simultanitätsprinzip

Überblick: Alle 178 Definitionen A-Z