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Untauglicher Versuch

Untauglicher Versuch

Beim untauglichen Versuch irrt der Täter über den Sachverhalt. Er stellt sich einen Umstand vor, der eine Straftat begründen würde. Dieser Umstand liegt aber tatsächlich nicht vor. Die Tat ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

  • Beispiel: T schießt mit Tötungsvorsatz auf O. Er weiß nicht, dass die Pistole nicht geladen ist.
  • Rechtsfolge: Strafbarer Versuch gemäß § 22 StGB (nach seiner Vorstellung von der Tat). Ein Absehen von Strafe oder Strafmilderung ist nur bei grobem Unverstand (§ 23 III StGB) möglich.

Der untaugliche Versuch ist ein umgekehrter Tatbestands­irrtum.

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