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Verbotsirrtum

Verbotsirrtum

Beim Verbotsirrtum (§ 17 StGB) hält der Täter sein Verhalten für erlaubt. Obwohl er alle Umstände des Tatbestands (also den Sachverhalt) richtig sieht, kennt er den Tatbestand selbst nicht.

  • Beispiel: Der Täter meint, dass er eine von einem anderen verlorene Sache an sich nehmen darf, um sie zu behalten (§ 246 StGB).
  • Rechtsfolge: Die Schuld entfällt, wenn der Irrtum unvermeidbar war (selten).

Der Verbotsirrtum ist ein umgekehrtes Wahndelikt.

Siehe auch: Tatbestand | Wahndelikt | Tatbestandsirrtum | Erlaubnistatbestandsirrtum | Erlaubnisirrtum | Entschuldigungsirrtum | Entschuldigungstatbestandsirrtum | Sachverhalt

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