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Strafrecht Definitionen: A-Z | 0.1.2.

Willenstheorie

Willenstheorie

Nach der Willenstheorie ist das subjektive Rechtfertigungselement eine Voraussetzung für das Vorliegen von Notwehr und anderen Rechtfertigungsgründen. Der Täter muss nach dieser Theorie (im Gegensatz zur Kenntnistheorie) aber nicht nur wissen, dass sein Handeln objektiv gerechtfertigt ist. Zusätzlich muss er auch aus dieser Motivation heraus handeln.

  • Diese Theorie argumentiert damit, dass jemand, der die Rechtsordnung verteidigt, dies auch wollen muss.
  • Andere Motive neben dem Verteidigungswillen sind jedoch unschädlich.
  • Die Rechtsfolge ist streitig: entweder Bestrafung wegen vollendeter Tat oder wegen Versuchs.

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