jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

Bedingter Vorsatz

Bedingter Vorsatz

Bedingter Vorsatz (Eventualvorsatz) ist die schwächste Form des Vorsatzes im Sinne von § 15 StGB. Der Täter strebt die Erfüllung des Tatbestands nicht an. Er hält sie auch nicht für sicher, aber zumindest für möglich.

Beispiel: T fährt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und überfährt einen Fußgänger. Totschlag (§ 212 StGB) oder fahrlässige Tötung (§ 222 StGB)?

Die genaue Definition des bedingten Vorsatzes ist umstritten:

Regelmäßig schwierig ist die Abgrenzung zwischen bedingtem Vorsatz und bewusster Fahrlässigkeit.

Verwandte Themen

dolus directus I | dolus directus II | Bewusste Fahrlässigkeit

Links

BGHSt 7, 636: Lederriemenfall
Sebastian Rombey: BGH: Kriterien zur Abgrenzung von Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit
Vavra/Holznagel ZJS 2018, 559: Der bedingte Tötungsvorsatz als Klausurproblem

FAQ

Was ist bedingter Vorsatz?

Welche Theorien zum bedingten Vorsatz gibt es?

Inwiefern spielt es eine Rolle, ob der Täter mit bedingtem oder direktem Vorsatz handelt?

· · ·
Strafrecht Definitionen > Tatbestand > Subjektiver Tatbestand > Vorsatz > Bedingter Vorsatz > Möglichkeitstheorie | Wahrscheinlichkeitstheorie | Billigungstheorie | Ernstnahmetheorie | Gleichgültigkeitstheorie | Risikotheorie

jurAbisZ.de | © Jan Knupper | Impressum