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Vertrauensgrundsatz

Vertrauensgrundsatz

Der Vertrauens­grundsatz schränkt die objektiv gebotene Sorgfalt bei Fahrlässigkeits­delikten ein. Wer sich selbst sorgfältig verhält, darf auch auf die Sorgfalt anderer vertrauen. Der Täter muss im Normalfall nicht mit fahrlässigem Handeln anderer rechnen, solange er sich im Bereich des erlaubten Risikos bewegt.

Beispiel: Ein Autofahrer darf sich darauf verlassen, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer seine Vorfahrt beachtet.

  • Dies gilt jedoch nicht, wenn konkrete Anhaltspunkte dieses Vertrauen infrage stellen.

Der Vertrauensgrundsatz führt in bestimmten Fallkonstellationen dazu, dass Erfolgsverursachungen im Zusammenhang mit dem Verhalten Dritter dem Täter nicht objektiv zugerechnet werden.

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