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Fortsetzungszusammenhang

Fortsetzungszusammenhang

Der Fortsetzungs­zusammenhang (fortgesetzte Handlung) war eine von der Rechtsprechung vertretene Konstruktion für die Zusammenfassung mehrerer Handlungen zu einer Handlungseinheit, auch wenn sich diese Handlungen über größere Zeiträume erstrecken. Voraussetzungen:

  • Die Handlungen richten sich gegen dasselbe Rechtsgut,
  • sie haben eine gleichartige Begehungsweise,
  • und sind von einem Gesamtvorsatz getragen (einheitlicher Beschluss in Bezug auf die gesamte Tat).

In Extremfällen wurden durch die Figur der fortgesetzten Handlung beispielsweise Steuerhinterziehungen über mehrere Jahre zu jeweils einer einzigen Straftat zusammengefasst.

Der Fortsetzungszusammenhang wird seit 1994 nicht mehr von der Rechsprechung vertreten vertreten.

BGHSt 40, 138: Aufgabe des Fortsetzungszusammenhangs

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