jurAbisZ.de | Strafrecht Definitionen

Garantenstellung

Garantenstellung

Die Garantenstellung beim unechten Unterlassungsdelikt ergibt sich aus der Formulierung des § 13 I StGB, dass der Unterlassungstäter rechtlich dafür einzustehen hat, dass der Erfolg nicht eintritt. Die Garantenstellung kommt in zwei Formen vor:

Damit eine Garantenstellung überhaupt eine rechtliche Wirkung entfalten kann, muss das Unterlassen einem Tun entsprechen.

Bei einem Irrtum ist zu unterscheiden:

  • Bezieht sich die Fehlvorstellung des Täters auf Umstände, die eine Garantenstellung begründen, kommt ein Tatbestandsirrtum infrage.
  • Erfasst der Täter die o.g. Umstände richtig, meint aber irrigerweise, nicht zu einem Einschreiten verpflichtet zu sein (Irrtum über die Garantenpflicht), ist ein Verbotsirrtum zu prüfen.

FAQ

Was ist eine Garantenstellung?

Welche zwei Formen der Garantenstellung werden unterschieden?

· · ·
Strafrecht Definitionen > Deliktsformen > Unterlassungsdelikt > Unechtes Unterlassungsdelikt > Garantenstellung > Beschützergarant | Überwachungsgarant

jurAbisZ.de | © Jan Knupper | Impressum