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dolus subsequens

dolus subsequens

Der dolus subsequens bezeichnet einen nachfolgenden Vorsatz.

  • Zum Zeitpunkt der Tatbegehung handelt der Täter nicht vorsätzlich.
  • Erst danach billigt er den eingetretenen Erfolg oder führt eine vorsätzliche Handlung aus, die aber nicht mehr ursächlich für den Erfolg wird.

Beispiel: T zerstört eine Vase. Dabei geht er davon aus, dass er selbst Eigentümer der Vase ist. Als er erfährt, dass die Vase in Wirklichkeit seinem Feind F gehört, freut er sich und billigt im Nachhinein ausdrücklich seine Tat.

Rechtsfolge: Der dolus subsequens ist unbeachtlich. Denn der Vorsatz muss mindestens zwischen Versuch und Vollendung vorhanden sein (Simultanitätsprinzip).

FAQ

Was heißt dolus subsequens?

Welche Rechtsfolge hat der dolus subsequens?

Verwandte Themen

Simultanitätsprinzip | dolus antecedens

Links

BGH 4 StR 298/83: Keine Berücksichtigung eines einer Handlung nachfolgenden Vorsatzes
BGH 2 StR 18/17: Umgekehrter Jauchegrubenfall

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