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Strafrecht Definitionen: A-Z | 0.1.2.

Dauerdelikt

Dauerdelikt

Ein Dauerdelikt ist eine besondere Form des Zustandsdelikts. Für die Tatbestands­verwirklichung ist hier nicht allein die Herbeiführung (wie beim Zustandsdelikt), sondern auch das Fortdauernlassen eines Zustands erforderlich. Beispiele:

  • Hausfriedensbruch, § 123 StGB
  • Freiheitsberaubung, § 239 StGB

Wichtig ist bei Dauerdelikten die Unterscheidung zwischen Vollendung und Beendigung der Tat:

  • Die Verjährung beginnt erst mit der Beendigung (bei § 123 also mit dem Verlassen des Hauses).
  • Vollendet ist die Tat jedoch schon mit der Herbeiführung des Zustands.
  • Teilnahme ist auch nach der Vollendung bis zur Beendigung möglich.

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