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Tatentschluss

Tatentschluss

Der Tatentschluss bedeutet Vorsatz in Bezug auf die objektiven Tatbestandsmerkmale sowie die Erfüllung eventueller zusätzlicher subjektiver Tatbestandsmerkmale eines Delikts. Beim Versuch ist der Tatentschluss vor dem unmittelbaren Ansetzen zur Tat zu prüfen.

  • Der Tatentschluss ist von der bloßen Tatgeneigtheit abzugrenzen.

Ein Tatentschluss liegt vor, wenn sich der Täter unbedingt zur Tatbegehung entschlossen hat. Dies kann auch auf einer unsicheren Tatsachengrundlage beruhen. Der Täter ist demnach auch dann zur Begehung eines Delikts entschlossen, wenn er die Ausführung von äußeren Umständen abhängig macht (zum Beispiel Handeln nur dann, wenn keine Zeugen anwesend sind).

  • Der Tatentschluss setzt die Vorsatzform voraus, die für die Vollendung des entsprechenden Tatbestands vorausgesetzt wird.
  • In der Regel ist dies bedingter Vorsatz.

Der bereits zur Tat Entschlossene ist der omnimodo facturus. Er kann grundsätzlich nicht mehr zur Tat angestiftet werden.

Strafrecht Definitionen > Versuch > Tatentschluss | Vorbereitung | Unmittelbares Ansetzen | Rücktritt | Vollendung | Beendigung

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